Die Sol-Gel Technik
Bestimmte Precursermaterialien aus Silizium, Titan, Aluminium oder Zirkon werden so kondensiert, dass kleinste Teilchen entstehen. Diese können entweder zu Nanopulver verarbeitet oder als kolloidale Lösung stabilisiert werden.
Eine weitere Umsetzung mit anorganisch-organischen Hybridwerkstoffen, Modifikatoren und Stabilisatoren ermöglicht eine Fülle von chemischen Variationen und erlaubt eine sehr spezielle Anpassung auf verschiedene Oberflächen und Funktionalität.
Die Sol-Gel Technik stellt eine kostengünstige Alternative zu Vakuumverfahren dar, bei der ein Sol in Form eines Lackes mit herkömmlichen Verfahren wie z.B. Tauchen, Spritzen oder Schleudern auf die Oberfläche aufgebracht wird und eine Gelschicht bildet. Diese Gelschicht wird in einem Folgeprozeß zu einer Keramikschicht versintert oder ausgehärtet.
Dünne keramische Schichten sind zur Modifizierung von Werkstoff- und Produktoberflächen in zweierlei Hinsicht von Bedeutung. Einerseits gelingt es vorhandene Gebrauchseigenschaften (Verschleißfestigkeit, Korrosionsbeständigkeit, Hydrophobie, ...) zu verbessern und damit die Lebensdauer von Produkten zu verlängern. Andererseits können durch Funktionsbeschichtungen (leitfähig, elektrochrom oder Mikrolinsenarrays) völlig neue Produkte entwickelt werden.
Nanotechnolgie befasst sich mit der Entwicklung, Herstellung und Anwendung von Systemen, die aus nanometergroßen (10-9 m) Bauteilen zusammengesetzt sind.
Ein Nanometer entspricht dabei einem millionstel Millimeter.
Materialien, deren Grundeinheiten nur wenige Nanometer groß sind, stoßen die Tür zu einer neuen Dimension der Materialentwicklung auf.
Bereiche, die vor wenigen Jahren noch als physikalisch unerreichbar galten, sind unmittelbar in die Nähe des Machbaren gerückt.
Mit Systemen, in dieser Größenordnung, werden völlig neue Eigenschaften und Funktionen von Produkten und Verfahren erreicht.




